„Get up…“
Gestern hat Paul („the concreter“) verkündet, dass der Betonpump-Lastwagen um 5:45am in Gary‘s Garten „Stellung beziehen“ werde. Denn unser „Farm Drive“ zu meinem Shed ist schlicht zu schmal für dieses Monster. Gary‘s Garten ist gross und der Boden ist hart wie Beton – es hat schon lange nicht mehr geregnet.
Von Gary‘s Garten bis zum Pool sind es 45 Meter – der Rüssel des Monsters reicht also gerade bis zum Pool-Eingang – von dort bis in die hinterste Ecke muss der Beton durch zwei weitere Schläuche fliessen…
Um 5:30 bringt mich keiner aus dem Bett … aber der Lärm des Monsters ist gewaltig und einfach umdrehen und weiter schlafen ist sinnlos – aufstehen, kalt duschen und dann in der aufgehenden Sonne ein ausgiebiges Frühstück geniessen. Logenplatz für ein gigantisches Arbeiten…
1,4 Millionen Dollar…
kostet das Monster und der Dicke hat ihn mit seiner umgehängten Fernsteuerung voll im Griff. Er lässt sein Monster arbeiten…
Nun ist auch der Betonmischer angekommen und giesst den dünnflüssigen Beton in den Trichter – dann hupt er und nun lässt der Dicke die Pumpe laufen…
Der „Wendrohrführer“ hat alle Mühe den schweren Schlauch zu bändigen – aber er macht das offenbar tagtäglich, denn der „Pfluddi“ landet genau zwischen dem Poolrand und der äusseren Begrenzung zwischen die Armier-Eisen.
Paul‘s Mitarbeiter streicht den Beton flach und stellt sicher dass nichts in die seitlichen Sturmwasserrinnen fliesst. Der Beton muss in einem ganz flachen Winkel nach aussen fliessen und „topfeben“ sein – damit in zwei Wochen der Plattenleger die Keramikplatten sauber verlegen kann.
Das Unvorhergesehene…
landet üblicherweise als Auftrag in meinem Shed. Das Regenwasser soll beim nächsten Regen (der hoffentlich bald kommt) in die Regenwasser-Rinne fliessen und von dort über einen 90mm Abwasserschlauch in der angrenzenden Buschreihe im Boden versickern… Da aber der Wind allerlei Laub in die Rinne spülen wird und der Rasenmäher seine Grasschnipsel in die Rinne pusten wird, ist es absehbar, dass das Abflussrohr nach einem halben Jahr verstopft sein wird. K muss eine Lösung finden die das Durchspülen erlaubt und gleichzeitig verhindert, dass ein Blue Tongue Lizzard oder eine Ratte das Rohr als Wohnstätte benützen…
Ich werfe nur fort, was wirklich nicht mehr zu gebrauchen ist – das lässt dann meinen Shed gelegentlich aussehen wie die Bude eines Chaoten. Aber ohne diese gesammelten „Abfälle“ wären solche „Spezialanfertigungen“ nur schwer machbar.
Das Substrat muss nun trocken werden…
Kurz nach der Lunchpause räumen Paul und sein Mitarbeiter auf. Wir erledigen noch ein paar unvorhergesehene Arbeiten und dann ist es Zeit zum Saubermachen.
Der Rasen vor meinen Bee Hives ist arg geschunden. Dort haben sie 5 Kubikmeter „Crusher Dust“ auf einer Plastikmatte zwischengelagert. Aber dieses Zeug (Reststoff aus der Schotterherstellung) ist nicht nur staubig, sondern es fliesst immer irgendwie neben die Folie ins Gras. K nimmt Laubrechen und Reissbesen und verteilt dieses hellgraue Zeugs so gut es geht im Rasen. Und dann wird kräftig gewässert, damit das graue Gras wieder grün aussieht und die Tortur hoffentlich überlebt.
Zwei Tage lang muss der Beton nun aushärten bevor ich die Umrandung aus alten Holzplanken bauen kann und den Holzkasten für den Zugang zu den Hochdruckleitungen aus dem Beton heraus „operieren“ kann…
Fortsetzung folgt in ca 14 Tagen…
