Es ist knochentrocken…
Die wenigen Millimeter Regen haben nicht geholfen. Der Rasen sieht aus wie nach einem Buschfeuer und die Regenwassertanks sind nun definitiv leer.
Es hat zwar im Garten ein paar Stellen, an denen offensichtlich noch etwas Wasser vorhanden ist (im unteren Teil und dort wo das Abwasser aus dem Septic Tank (unserer Kläranlage) im Boden versickert.
Und darum habe ich heute Morgen den ganzen Garten gemäht, obschon es eigentlich nichts zu mähen gab. Morgen kommen die Housekeeper und dann soll es doch ordentlich aussehen…
Und er hat doch ein Leck…
Bert hat einen Pool. Etwa halb so gross wie unser Pool. Sie wohnen seit über 10 Jahren hier. In diesen Jahren hat Bert den Pool keine 10 Mal benützt. Chris vermutlich noch seltener.
Ich frage sie, wie häufig sie ihren (ungeheizten) Pool denn auffüllen müsse. Nicht in den letzten 14 Tagen!, sagt sie, denn sie ist zuständig für die Reinigung und Pflege des Pools.
In der gleichen Zeit habe ich gute 4‘000 Liter Wasser in unseren Pool gefüllt. Da ich die Verdunstung des Wassers nie berechnet habe (was ich eigentlich können müsste), habe ich mich immer damit beruhigt, dass das Poolwasser eben verdunstet…
Da habe ich wohl einen massiven Denkfehler gemacht. Blöd ist nur, dass ich nun drei Wochen im Outback bin und mich nicht um diese Sache kümmern kann. Und weil die Regenwassertanks nun leer sind, müssen die Housekeeper eben mit Leitungswasser auffüllen…
Am Dienstag geht’s los…
Die Zeit müsste günstig sein, denn gemäss den „einheimischen“ Caravan-Fahrern sollten die „bloody Victorians“ nun auf der Rückreise nach Victoria sein. Und damit entvölkern sich die Caravanparks in Queensland – es ist nun wieder warm genug im Süden Australiens und die Rheuma-Rentner verlassen die warmen Orte, in denen sie sich meist wochenlang aufgehalten haben…
Meine erste Variante bis nach Mount Isa, Alice Springs, Port Augusta und über Mildura zurück, habe ich ziemlich schnell verworfen. Ein Blick auf die Streckenlänge und die Dauer hat mir die Lust an diesen reizvollen Zielen verdorben. Mit etwas mehr als 7‘000km wäre ich viel zu viel hinter dem Lenkrad gesessen.
Also habe ich die Limite auf unter 4‘000km gesenkt – das ist immer noch viel für drei Wochen…
Eckpunkt Longreach…
Lightning Ridge werde ich nun „links liegen lassen“. Schade, aber nicht zu ändern. Dafür werde ich in Goondiwindi mal auf eine Tour in die Cotton Fields gehen… dort wo mit viel Wasser Baumwolle in Monokulturen angebaut wird. Vielleicht beantwortet dann jemand meine kritischen Fragen…
In Longreach muss ich nachholen, was ich vor einem Jahr knapp verpasst habe: die Besichtigung einer Super Constellation im QUANTAS Museum. Und am nächsten Morgen werde ich auf dem Bahnsteig stehen und mit Wehmut der Abfahrt des „Spirit of the Outback“ zusehen… vermutlich mit dem festen Willen, die abenteuerliche Fahrt nach Rockhampton quer über die Great Dividing Ranges ins „Programm 2020“ aufzunehmen.
Saublöde App…
Eigentlich ist WikiCamps Australia genial. Man kann dort seine Route ganz einfach einplanen. Von Ort zu Ort oder von Caravanpark zu Caravanpark und immer hat man neben der Liste der angefahrenen Orte eine Karte mit allen Zwischenstationen. Sogar der Spritverbrauch wird für jede Etappe berechnet und die gefahrenen Kilometer. Was ich früher mit meiner (wirklich ausgeklügelten) Excel-Tabelle geschafft habe, das macht die App. Aber mit viel weniger Aufwand…
Nur eines kann sieh nicht: die Karte exportieren, damit man sie Freuden (oder der Ehefrau – falls man das will…) zusenden kann. Oder K ist etwas blöd…
Wer einen Hund hat…
… der ist dessen Sklave und „Raumpflegerin“. Wer zwei Hunde hat ist schon fast masochistisch veranlagt… denn er (oder sie) putzt nonstop.
Ich kann da einen Vers singen. Das unvermeidliche Gras verhakt sich im Teppich wie die Angel im Maul des Fisches. Da hilft nur noch mein Industriestaubsauger (Marke Kärcher – auf Australisch: „Kartscher“) und anschliessend ein Ibobrufen gegen die Rückenschmerzen.
Schon nur die Vorstellung drei Wochen lang keinen Dreck hinter den Hunden sauber machen zu müssen gehört nun bis 23. September zu meinen Privilegien… Jupeeee!
Karl und Lois…
Sie kommen morgen gehen 2pm. Dann gibts Instruktion zum Haushalt und der Technik im Haus. Und Anweisungen wie die Hunde gefüttert werden müssen. Eine kleine „Stadtrundfahrt“ gehört auch dazu und dann „mache ich mich am Dienstagmorgen aus dem Staub“… nochmals Jupeeee!!!!
