Der Upgrade…
Die „alte“ Solaranlage war wirklich gut – 100kWh an einem sonnigen Sommertag. Unser durchschnittlicher Verbrauch liegt bei 23kWh pro Tag. Damit gehen an einem Sommertag mehr als drei Viertel des produzierten Solarstroms ins Netz zurück.
Seit wir den Strom von RedEnergy beziehen, erhalten wir 8 Cents pro kWh vergütet – das sind immerhin 6 Dollar pro Tag – wenn die Sonne scheint…
In King Creek hatten wir eine Batterie, welche 10kWh speichern konnte – das hat gerade gereicht, um bis kurz vor Mitternacht unseren Strombedarf zu decken.
Hier in Queensland steht die Sonne höher über dem Horizont und die Solaranlage ist deutlich leistungsfähiger. Darum macht es Sinn, auch hier eine Batterie zu haben.
Batterien sind immer noch teuer…
Die weltweite Batterieproduktion ist gewaltig gestiegen – und der Bedarf ist gross. Und wenn der Bedarf gross ist, dann sinken die Herstellkosten in der Massenproduktion, aber die Verkaufspreise sinken nur unwesentlich – das Gesetz von Angebot und Nachfrage!
Nach meinen Berechnungen müssten wir mit einer 16kWh-Batterie gerade bis zum Sonnenaufgang unseren Bedarf decken können…
In King Creek hatte unsere Küche einen Gasherd und nur der Backofen war elektrisch beheizt. Hier haben wir einen Induktionsherd und auch der Backofen ist elektrisch. Also ist der Stromverbrauch nach Sonnenuntergang sehr viel grösser.
Eine solche Batterie kostet momentan 12‘000 Dollar – das liegt im Moment nicht im Budget. Aber irgendwann werden die Zeiten wieder besser und dann werden hoffentlich auch die Preise sinken.
Aber eine Batterie kann man nur dann sinnvoll (verlustarm) an einen Inverter angeschlossen werden, wenn dieser dafür gebaut ist. Und ausserdem haben Batterien sehr hohe Kurzschlussströme und darum müssen die Kabel vom Inverter zur Batterie und von dieser zum „Main Switch Board“ (Sicherungskasten) enorm belastbar sein.
Dieses Kabel ist 2cm dick und überträgt mehr als 50 Ampère.
Also mussten wir sowohl beim Inverter, als auch bei der Verkabelung in die Tasche greifen, um für den späteren Batterie-Kauf vorbereitet zu sein.
Der Schlangen-Zwischenfall
Es regnet wieder einmal in Strömen und die Handwerkertruppe steht „arbeitslos“ unter dem Dach. Einer von den Elektrikern ist ein Schlangenexperte und entdeckt sie in den Warmwasserleirungen und Elektrokabeln des Heisswasserboilers.
Sie ist noch „klein“ und er vermutet, dass es sich ums eine „Brown Tree Snake“ handelt. Er holt einen Stecken und schubst die Schlange einige Male, bis ihr Kopf sichtbar wird. Dann greift er zu und hält ihren Kopf gegen das Mauerwerk gedrückt. Nun muss er mit der anderen Hand ihren Körper aus den Leitungen „ausfädeln“ – sie wehrt sich aber er lässt nicht locker und dann hat er die Schlange in der Hand.
Sie ist etwas über einen Meter lang, hat sich satt gegessen (ihr Magen ist an einer Stell deutlich dicker) und sie scheint nicht angriffig zu sein.
Nachdem die hübsche Schlange (Boiga irregularis) von allen bewundert worden ist, stellt sich die Frage: „Wohin mit ihr?“
Der „Schlangen-Spezialist“ Zander bringt sie dann auf die andre Seite der Crows Ash Lane und lässt sie laufen. Sie wird sicher eines Tages wieder hier auftauchen…
Der unsägliche Saustall…
Unser Haus ist sozusagen zweigeteilt – der Altbau und der Neubau. Jeder Hausteil hat ein „Main Switch Board“ (Sicherungskasten). Vor einem Jahr hat der Elektriker beide geöffnet, weil er Steckdosen, Lampen und meinen Kühlschrank verkabeln musste.
Ich habe viele Sicherungskästen gesehen, sehr viele – aber dieser hier hat dem Fass den Boden ausgehauen. Abgesehen von fehlenden Beschriftungen der Sicherungsautomaten, war die Verkabelung eine reine Katastrophe…
Heute mussten die Elektriker das neue Solar-System verkabeln – und natürlich diverse Änderungen an beiden Main Switch Boards vornehmen. Sie mussten erst einmal diesen Saustall aufräumen und Platz schaffen für die neuen, viel dickeren Kabel…
Kurz nach 17 Uhr waren sie fertig – wir hatten wieder Strom. Aber wenn wir die Batterie installieren wollen, dann müssen beide MSB raus und der ganze Saustall muss neu verkabelt werden. Das wird uns ein paar Tausender kosten…
4 mal 11 Solarpanels…
mit je 440W Spitzenleistung. Wenn sie alle ideal gegen die Sonne ausgerichtet wären, dann würden sie am Mittag 19.4kW Solarstrom liefern. Sie sind aber auf die drei Richtungen Ost, Nord und Westen ausgerichtet und darum liegt die Spitzenleistung bei etwas über 16kW. Das ist immer noch ein beeindruckendes „Kraftwerk“!
Es fliesst Solarstrom…
Der Inverter ist verkabelt und der erste Solarstrom fliesst bei sehr bedecktem Himmel:
Morgen wird das App aufgeschaltet und dann kann ich die Anlage „managen“…
